Im Yoga geht es ja darum, ganz bei dir anzukommen und deine Zeit, die du dir dafür nimmst, voll zu genießen.
Nach eigener Praxis- und Unterrichtserfahrung habe ich allerdings bemerkt, dass das für jeden etwas anderes bedeutet. Der eine redet gerne, der andere lacht gerne, der nächste schafft es nie, pünktlich auf die Matte zu kommen. Auch wenn Yoga deine Zeit ist, gilt es dennoch zu beachten, dass man im besten Fall nicht alleine mit dem Yogalehrer im Raum ist. Deshalb gelten auch im Yoga einige Spielregeln, die ich euch gerne einmal näherbringen möchte.
Im Yogastudio „HerzKlang“ lieben wir es, dir Yoga näherzubringen und unser Wissen über diese Tradition weiterzugeben, und möchten, dass du dich vor, während und nach der Yogastunde entspannt und wohl fühlen kannst. Wenn wir also alle die Regeln der Yoga-Etikette berücksichtigen, können wir unsere Praxis von dem Moment an beginnen, in dem wir das Yogastudio betreten.
Yoga fördert den achtsamen Umgang miteinander und bringt uns dazu, toleranter und respektvoller zu sein, nicht nur gegenüber anderen, sondern auch gegenüber uns selbst. Yoga ist kein Sportprogramm und es geht eben nicht allein darum, sich zu bewegen, zu dehnen und zu atmen. Vor allem geht es um Achtsamkeit, Bewusstsein, Respekt und Wertschätzung.
Hier also für dich einige Tipps und Regeln für eine entspannte Yogapraxis:
Ausrüstung & Allgemeines
Melde dich bitte zu den Kursen immer an, da die Plätze begrenzt sind.
Greife zu bequemer Sportbekleidung, ein Shirt, eine Jacke oder einen Pulli darüber. So kannst du – je nachdem, wie warm dir wird – variieren.
Zieh bitte deine Socken aus. Und warum?
Yoga-Übungen werden und sollten barfuß praktiziert werden. Es fördert den Halt, die Stabilität und das achtsame Gefühl der Erdung für deine Füße.
Wenn du aus irgendeinem Grund nicht barfuß sein kannst, solltest du rutschfeste Socken tragen. Vorzugsweise Zehensocken. Warme Socken könnten dann aber in der Entspannung sehr gemütlich sein.
Bringe dir gern deine eigene rutschfeste Yogamatte und ein Getränk mit. Und vermutlich wirst du auch mal schwitzen, vor allem im Sommer. Bring dir also bitte auch ein Handtuch mit.
Hygiene & Duftmittel
Beim Yoga üben wir tiefe Atemzüge und die Person neben dir mag vielleicht keine Nase voll von deinem neuen Parfüm oder deiner Duftlotion. Geh bitte sparsam damit um!
Bitte informiere die Yogalehrer vor dem Unterricht über eventuelle Verletzungen oder Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck oder Rückenprobleme) oder bei einer Schwangerschaft. Achte auf die Reaktionen deines Körpers! Wenn dir das Atmen in einer Übung schwerfällt oder dir etwas wehtut, gehe in eine entspannte Haltung. Und bitte komme nicht zu einer Yogastunde, wenn Du krank bist, dich krank fühlst oder Schmerzen hast.
Schuhe
Unser Studio hat im Eingangsbereich einen Platz, wo Schuhe und Jacken verstaut werden können, damit der Yoga-Boden so sauber wie möglich gehalten werden kann.
Pünktlichkeit
Wir starten immer pünktlich zur angegebenen Kurszeit. Sei also bitte immer 5 bis 10 Minuten vor Beginn der Yoga-Einheit da. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, da vor Kursbeginn die Eingangstür für Reinkommende geschlossen wird, damit die Yogapraxis nicht gestört wird.
Ein ruhiges, stressfreies Ankommen wirkt sich positiv auf den gesamten Verlauf deiner Yoga-Einheit aus und andere Teilnehmer werden in ihrer Ruhe durch zu spät kommende Teilnehmer nicht gestört. Solltest du es im Ausnahmefall doch mal nicht pünktlich zum Kurs schaffen, informiere uns bitte vorher darüber.
Absagen von Kursen
Das An- und Abmelden von einem Kurs sollte für dich genauso selbstverständlich sein wie für uns. Solltest du aus wichtigem Grund einmal nicht am Kurs teilnehmen können, bitten wir dich, den Kurs bis max. 3 Stunden vor Beginn des Kurses abzusagen. So blockierst du keinen Platz und es kann jemand von der Warteliste nachrücken. Wenn du zu kurzfristig oder gar nicht absagst, so dass wir den Platz nicht mehr weitergeben können, gilt der Kurs als gebucht und wird in Rechnung gestellt oder von deiner Karte abgezogen.
Gespräche
Unser Yogastudio „HerzKlang“ soll ein Ort der Achtsamkeit und auch eine Ruheoase sein. Bitte versuche deswegen, mit Betreten des Studios zur Ruhe zu kommen, und genieße die Stille, statt (laute) Gespräche zu führen. Versuche, diese Zeit zur Einkehr und Achtsamkeit zu nutzen, denn dieser Raum soll ein ruhiger, energetischer Raum für alle Yogapraktizierenden sein.
Wenn du den Yogaraum betrittst, vergiss die Welt da draußen! Genieße das Nicht-erreichbar-sein und komm ganz bei dir an.
Wenn du dich vor dem Kurs noch ein bisschen (leise) unterhalten möchtest, nimm hierfür bitte den gemütlichen Sitzbereich in Anspruch. Schön könnte es aber sein, wenn du dir ein paar Minuten Zeit nimmst. Setze oder lege dich doch einfach schon auf deine Matte und tauche ein in die Stille, beobachte deinen Körper und lass deinen Atem ruhiger werden. So bereitest du dich wunderbar auf deine Yogapraxis vor.
Handy aus
Handys im Yogaraum an der Matte sind nicht notwendig. Bitte überprüfe immer, bevor du auf deine Matte gehst, ob du den Ton des Handys ausgestellt hast. Es sollte auch nicht vibrieren. Nichts ist schlimmer als ein Anruf oder eine Nachricht mit Summton mitten in der Entspannung.
Yoga ist kein Wettbewerb
Du musst hier niemandem etwas beweisen und es gibt auch kein Bienchen von uns für übertriebenen Ehrgeiz. Du darfst bei uns dein Ego einfach zurückschrauben, du musst nichts leisten. Bleib ganz bewusst mit deiner Aufmerksamkeit bei dir selbst und bitte vergleiche dich nicht mit anderen Teilnehmern oder bewerte diese. Wir sind alle unterschiedlich, individuell und einzigartig.
Fortgeschritten zu sein heißt nicht, möglichst weit in eine Asana zu kommen oder die verrücktesten Asanas zu können. Es geht vielmehr darum, mit welcher inneren Haltung du an die Übung herangehst.
Du bist gut, genauso wie du bist.
Deine Yogamatte ist deine ganz persönliche Insel – bitte tritt deshalb auch nicht auf die persönlichen Inseln der anderen Teilnehmer.
Essen
Am besten ca. 2 Stunden vor deiner Yoga-Einheit kein schweres Essen mehr zu dir nehmen. Ein kleiner Snack wie Obst oder Nüsse ist ok. Aber hast du mal versucht, mit vollem Magen Yoga zu praktizieren? Es wird dir nicht gut gehen dabei.
Den Kurs in Ruhe beenden
Möglicherweise kannst du bei der Schlussentspannung (Savasana) aus vermeintlich zeitlichen Gründen nicht mitmachen. Mach dir bitte bewusst, dass dies ein sehr wichtiger Teil der Yogapraxis ist. Nachspüren, abspeichern, verinnerlichen und sich wieder entspannen. Bleib also bitte bis zum Ende der Stunde! Die anderen Teilnehmer werden auch dankbar sein, dass du beim Rausgehen ihre Entspannung nicht störst. Sollte es im Ausnahmefall doch einmal aus Zeitgründen nicht möglich sein, zu bleiben, gib uns bitte vorher kurz Bescheid.
Bevor Du gehst
Reinige bzw. desinfiziere bitte die Matte, wenn du keine eigene mitgebracht hast, und lege alle deine Hilfsmittel wieder ordentlich so an den Platz zurück, wie du ihn selbst auch vorgefunden hast.
Lasst uns alle versuchen, diese Regeln anzunehmen und uns alle in unserer Einzigartigkeit zu respektieren. Dann steht einer wunderbar entspannten Yogapraxis nichts mehr im Weg.
Namasté, eure Petra
